Wolves-Suns: Ein Pulverfass der Western Conference
Das Target Center wird heute Abend beben, und das aus gutem Grund. Die Minnesota Timberwolves empfangen die Phoenix Suns, und das ist nicht nur ein weiteres Spiel der regulären Saison. Dies ist ein Kampf um die Playoff-Platzierung, eine mögliche Vorschau auf die erste Runde und, ehrlich gesagt, eine Chance für die Wolves zu beweisen, dass sie nach einigen Stolpersteinen zur Elite des Westens gehören. Phoenix kommt frisch von einem 107:96-Sieg über die Cleveland Cavaliers am Dienstag in die Stadt, einem Spiel, in dem Devin Booker absolut verrückt spielte und 40 Punkte bei 13 von 24 Würfen erzielte. Wenn Booker so heiß läuft, ist er einer der unaufhaltsamsten Spieler der Liga, eine Tatsache, mit der sich die Verteidigung der Wolves von Beginn an auseinandersetzen muss.
Minnesota versucht derweil, wieder Tritt zu fassen. Sie haben drei ihrer letzten fünf Spiele verloren, darunter eine harte 118:107-Niederlage gegen die Denver Nuggets am Dienstag. Diese Niederlage schmerzte, besonders wenn man bedenkt, dass sie über weite Strecken des Spiels in Schlagdistanz waren. Anthony Edwards führte das Team mit 30 Punkten an, aber es reichte nicht, um Nikola Jokics Triple-Double zu überwinden. Die Wolves liegen derzeit mit 41-27 nur zwei Spiele vor den Suns (39-29) in der Tabelle. Ein Sieg heute Abend würde ihnen etwas Luft verschaffen und, was vielleicht noch wichtiger ist, den Tiebreaker sichern. Diese beiden Teams teilten sich ihre beiden vorherigen Begegnungen in dieser Saison, wobei Minnesota im November einen 120:116-Sieg errang und Phoenix im Februar mit einem 118:111-Sieg revanchierte. Jeder Ballbesitz heute Abend zählt.
Kontext und Geschichte
Der Kampf der Big Men und Bookers Last
Hier ist die Sache: Rudy Gobert wird mit Jusuf Nurkic, der in letzter Zeit ein Monster am Brett war, alle Hände voll zu tun haben. Nurkic holte 16 Rebounds gegen die Cavs, sein 10. Spiel in dieser Saison mit 15 oder mehr. Karl-Anthony Towns' Abwesenheit aufgrund seiner Meniskusverletzung ist immer noch ein großer Schlag für die Wolves, der sowohl ihre Punkte in der Zone als auch ihre Fähigkeit, das Feld zu strecken, beeinträchtigt. Naz Reid hat sich bewundernswert geschlagen und im März durchschnittlich 13,3 Punkte und 5,2 Rebounds erzielt, aber er ist nicht Towns. Das bedeutet mehr Druck auf Edwards, Offensivaktionen zu kreieren, und mehr Verantwortung für Jaden McDaniels, in der Verteidigung dicht zu machen, wahrscheinlich gegen Kevin Durant.
Apropos Durant, er ist immer noch Kevin Durant. Er hatte 35 Punkte bei diesem Sieg im Februar gegen Minnesota und bleibt einer der effizientesten Scorer der Liga. Aber die Suns leben und sterben oft von Bookers Leistung. Wenn er 40 Punkte erzielt, sind sie schwer zu schlagen. Wenn er nur gut ist, wird die Last auf Durant und Bradley Beal (der gegen Cleveland nur 9 Punkte hatte) immens. Meine kühne These? Die Suns verlassen sich zu sehr auf Bookers individuelle Brillanz. Sie sind ein gutes Team, aber kein *großartiges* Team, weil ihre Nebenbesetzung, abgesehen von Durant, nicht konstant auf Elite-Niveau liefert. Das macht sie oft anfällig, wenn Booker einen schlechten Abend hat oder auf eine erstickende Verteidigung trifft.
Aktuelle Situation
Das heutige Spiel ist ein Gradmesser für beide Teams. Die Wolves müssen zeigen, dass sie diese wichtigen Spiele auch ohne Towns gewinnen können, besonders gegen einen Konkurrenten aus der Western Conference. Sie müssen Booker früh stören und ihn dazu zwingen, den Ball abzugeben. Wenn sie ihn in Schach halten und die Rebounds holen können, haben sie eine echte Chance. Aber wenn Booker wieder in Fahrt kommt, könnte es ein langer Abend für die Heimmannschaft werden. Ich tippe darauf, dass Anthony Edwards im vierten Viertel das Ruder übernimmt und die Timberwolves zu einem hart erkämpften 112:108-Sieg führt.
