Wembys wilde Fahrt: Spurs halten sich für den 50. Sieg in einem Clipper-Thriller
Manchmal schaut man ein Basketballspiel und es fühlt sich einfach wie ein Fiebertraum an. Montagabend in San Antonio war eine dieser Nächte. Die Spurs, angeführt von ihrem Phänomen Victor Wembanyama, kämpften sich zu ihrem 50. Saisonsieg und besiegten die Los Angeles Clippers mit 119-115. Aber es einen "Sieg" zu nennen, fühlt sich zu einfach an. Das war eine Exorzismus, ein Beinahe-Desaster und eine Aussage, alles in chaotischen 48 Minuten vereint.
Anfangs sah es nach der alten Geschichte für die jungen Spurs aus. Die Clippers legten los und führten im ersten Viertel mit bis zu 14 Punkten. Kawhi Leonard, zurück in seiner alten Heimat, machte Kawhi-Dinge und erzielte im ersten Viertel 10 Punkte. Man konnte das kollektive Stöhnen im Frost Bank Center spüren. Eine weitere respektable Leistung, die zu einem Blowout wird? Nicht dieses Mal. Irgendetwas klickte bei San Antonio. Sie holten auf, fanden ihren Rhythmus, und zur Halbzeit lagen sie nur noch mit 59-56 zurück. Wembanyama hatte bereits begonnen, seinen Willen durchzusetzen, schnappte sich 7 Rebounds und blockte ein paar Würfe vor der Pause.
Kontext und Geschichte
**Der Schwung und der Schrecken**
Dann kam das dritte Viertel. Oh Mann, das dritte Viertel. Es war eine Meisterklasse der Spurs. Sie übertrafen die Clippers in diesem Viertel mit 40-19 und verwandelten einen Drei-Punkte-Rückstand am Ende des Viertels in eine 24-Punkte-Führung. Keldon Johnson traf ein paar wichtige Dreier, Devin Vassell kam zum Korb, und Wembanyama war überall. Er beendete das Spiel mit 21 Punkten und 13 Rebounds, aber diese Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte seines defensiven Einflusses während dieses Ansturms im dritten Viertel. Er veränderte Würfe, schnappte sich Rebounds und machte jedem das Leben schwer, der versuchte, in der Zone zu punkten. Es fühlte sich an, als wäre das Spiel vorbei. Der 50. Sieg war in trockenen Tüchern, eine bequeme Fahrt bis zum Ende.
Ganz ehrlich: Ich dachte, die Spurs hätten endlich gelernt, ein Spiel souverän zu beenden. Ich habe mich geirrt. Das vierte Viertel war ein Schlag in den Magen für die Fans von San Antonio. Die Clippers gaben sich, zu ihrer Ehre, nicht geschlagen. Sie begannen, Würfe zu treffen, erzwangen einige Ballverluste, und plötzlich begann diese 24-Punkte-Führung schneller zu verdampfen als eine Pfütze in der texanischen Sonne. Paul George, der in den ersten drei Vierteln relativ unauffällig war, erwachte zum Leben und erzielte 9 seiner 17 Punkte im letzten Viertel. Der Vorsprung schrumpfte auf nur noch zwei Punkte, 117-115, mit weniger als einer Minute Spielzeit. Man konnte das kollektive Keuchen in der Arena hören. Es erinnerte an so viele verspielte Führungen zu Beginn der Saison. Aber dieses Mal hielten sie durch. Ein paar entscheidende Freiwürfe besiegelten den Sieg, und die Spurs atmeten auf.
Aktuelle Situation
Dieses Team, mit Wembanyama im Kern, lernt immer noch, wie man gewinnt. Sie erreichten 50 Siege, ein bedeutender Meilenstein, aber der Weg dorthin gegen die Clippers war ein Mikrokosmos ihrer Saison: brillante Momente, schlampige Momente und letztendlich ein Weg, es zu schaffen. Hier ist meine kühne Behauptung: Wenn die Spurs es schaffen, 48 Minuten lang konzentriert zu bleiben und diese massiven Läufe nicht mehr zuzulassen, wird Wembanyama nächste Saison ein MVP-Kandidat sein, keine Frage. Das rohe Talent ist da, die Statistiken wachsen, und der Einfluss ist unbestreitbar.
Ich sage Ihnen, das war mehr als nur Sieg Nummer 50. Es war ein Test der Widerstandsfähigkeit. Sie haben bestanden, knapp, aber sie haben bestanden. Nächstes Jahr kommt dieses Team in die Playoffs und Wembanyama erzielt durchschnittlich 25 Punkte, 12 Rebounds und 4 Blocks. Merken Sie sich das.
