Wemby vs. Chet: Wer ist das wahre Einhorn?
Eines muss klar sein: Die NBA hat noch nie zwei Talente wie Victor Wembanyama und Chet Holmgren gleichzeitig erlebt. Beide sind 7-Fuß-Spieler, die dribbeln, werfen und den Korb schützen können. Der Hype um sie ist berechtigt, aber ihre Wege, selbst nach nur einem Jahr in Wembys Karriere und zwei in Chets, gehen bereits auseinander. Denken Sie zurück an die Saison 2023-24: Wembanyama schaffte es, obwohl er in einem wirklich miserablen Spurs-Team spielte, das nur 22 Spiele gewann, immer noch durchschnittlich 21,4 Punkte, 10,6 Rebounds und unglaubliche 3,6 Blocks pro Spiel zu erzielen und führte die Liga in dieser Kategorie an. Holmgren hingegen passte besser in ein Thunder-Team mit 57 Siegen und erzielte 16,5 Punkte, 7,9 Rebounds und 2,3 Blocks.
Die Sache ist die: Diese Rohzahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Holmgrens Effizienz war für einen Rookie bemerkenswert, er traf 53 % aus dem Feld und 37 % von der Dreierlinie bei fast fünf Versuchen pro Spiel. Wembanyama hingegen wurde von San Antonio gebeten, alles zu tun, was zu einer Feldwurfquote von 46,5 % und 32,5 % von der Dreierlinie führte. Aber was Wembanyama in einzelnen Momenten zeigte, insbesondere nach der All-Star-Pause, als er durchschnittlich 23,2 Punkte, 12,0 Rebounds, 4,5 Assists und 4,0 Blocks erzielte, war ein Einblick in sein furchterregendes Potenzial. Die Spurs waren in diesem Zeitraum mit ihm auf dem Feld bei +3,7, ein signifikanter Sprung von ihrer saisonweiten Netto-Bewertung von -8,9.
Die Prognose für ihre Saisons 2025-26 setzt eine kontinuierliche Entwicklung und etwas mehr Stabilität um sie herum voraus. Für Wembanyama sehe ich einen gewaltigen Sprung. Er wird in seiner dritten Saison sein, wahrscheinlich mit einem kohärenteren Kader um ihn herum. Ich habe ihn für 26,5 PPG, 12,0 RPG, 4,5 BPG eingeplant, mit einer Wurfquote von etwa 49 % aus dem Feld und 35 % von der Dreierlinie. Seine Nutzung wird weiterhin sehr hoch sein, aber seine Entscheidungsfindung und Stärke werden sich verbessern. Für Holmgren, in seinem dritten vollen Jahr, der neben Shai Gilgeous-Alexander und Jalen Williams in einem Team spielt, das ein dauerhafter Anwärter sein sollte, werden seine Zahlen verfeinert sein. Ich rechne mit 20,0 PPG, 9,0 RPG, 2,8 BPG, mit überlegener Effizienz: 55 % FG% und 39 % 3P%. Er hat bereits eine fantastische Fähigkeit gezeigt, ohne Ball zu spielen und offene Würfe zu treffen.
Die Impact-Metriken sind jedoch der Punkt, an dem sich die wahre Trennung zeigt. Für 2025-26 prognostiziere ich, dass Wembanyamas PER auf etwa 26,5, seine Win Shares auf 10,5 und sein VORP auf 6,0 steigen werden. Diese Zahlen würden ihn direkt in die MVP-Diskussion bringen, wenn die Spurs eine respektable Bilanz erreichen können. Holmgren, obwohl immer noch sehr wirkungsvoll, wird wahrscheinlich ein PER von 22,0, Win Shares von 8,0 und ein VORP von 4,5 sehen. Sein Einfluss ist unbestreitbar, aber er ist oft ein hochwertiges Ergänzungsstück, anstatt der einzige Motor, der eine Offensive und Defensive wie Wembanyama antreibt. Letzte Saison übertraf Wembys 8,9 Win Shares als Rookie in einem schlechten Team bereits Holmgrens 8,0. Das ist ein großer Hinweis.
Ganz ehrlich: Wembanyama ist der bessere Grundstein. Punkt. Sein Potenzial ist einfach höher. Man kann einem 7'4"-Spieler mit dieser Art von Fähigkeiten und defensiven Instinkten nichts beibringen. Während Holmgren ein ausgezeichneter Zwei-Wege-Spieler ist, der sich nahtlos in ein Gewinnersystem einfügt, fehlt ihm die individuelle Kreation und der pure defensive Schrecken, den Wembanyama mitbringt. Holmgrens Saison 2023-24 sah ihn durchschnittlich 0,9 Punkte pro Ballbesitz als Roll-Man erzielen, was gut ist, aber Wembanyamas Fähigkeit, von überall auf dem Feld zu punkten, einschließlich 1,05 Punkte pro Ballbesitz bei Post-Ups in der letzten Saison, macht ihn zu einem vielseitigeren offensiven Dreh- und Angelpunkt. Man baut *um* Holmgren herum; man baut *mit* Wembanyama als absolutem Zentrum von allem.
Meine kühne Vorhersage: Bis zum Ende der Saison 2025-26 wird Victor Wembanyama eine First-Team All-NBA-Auswahl und der Defensive Player of the Year sein.
