Lukas Sprung und das Pelikan-Dilemma
Die Dallas Mavericks und die New Orleans Pelicans haben sich auf unterschiedlichen Wegen entwickelt, obwohl sie um die Position in der Western Conference kämpfen. Dallas, mit 18-13, verlor gerade ein 127-125 Overtime-Thriller gegen die Cavaliers, ein Spiel, in dem Luka Doncic 39 Punkte erzielte, 11 Assists verteilte und sieben Rebounds holte. Diese Art von individueller Brillanz ist für Doncic, der in dieser Saison durchschnittlich 32,9 Punkte, 9,1 Assists und 8,6 Rebounds erzielt, zur Norm geworden. Er trägt eine immense Last, vielleicht zu immens, für ein Team, das sich oft wie er und eine wechselnde Besetzung anfühlt.
New Orleans hat derweil einen Rhythmus gefunden. Sie stehen bei 18-14, nur ein halbes Spiel hinter den Mavs, und haben eine Siegesserie von vier Spielen. Ihr jüngster Erfolg war ein dominanter 129-102 Sieg über die Spurs, ein Spiel, in dem Zion Williamson mit 26 Punkten bei 10 von 12 Würfen die Führung übernahm. Diese Effizienz, diese schiere physische Dominanz, ist das, worauf die Pelicans gewartet haben. Williamson erzielt durchschnittlich 22,4 Punkte, 5,7 Rebounds und 4,7 Assists und sieht gesünder und engagierter aus als in den letzten Jahren. Seine Verbindung zu Brandon Ingram, der 22,8 Punkte pro Nacht erzielt, beginnt zu blühen.
Schlüsselanalyse
Die Sache ist die: Diese Teams trafen sich am 12. November, wobei die Mavericks in Dallas einen 111-110 Sieg davontrugen. Kyrie Irving war in diesem Spiel nicht dabei, und Doncic musste sie trotzdem mit einem späten Ansturm retten. Tim Hardaway Jr. steuerte 17 Punkte von der Bank bei, aber es fühlte sich an wie ein Spiel, das die Pelicans aus der Hand gaben. Jonas Valanciunas hatte 20 Punkte und 10 Rebounds für New Orleans, aber sie hatten Schwierigkeiten von jenseits der Dreipunktlinie und trafen nur 10 von 36 Versuchen.
Die Abhängigkeit der Mavs von Doncic ist erstaunlich. Er ist für einen absurden Prozentsatz ihrer Offensivkreation verantwortlich, und wenn er sitzt oder wenn er nicht in Topform ist, kann die Offensive zum Erliegen kommen. Irvings Rückkehr nach einer Fersenverletzung wird zweifellos helfen, aber kann er konstant der zweite Star sein, den sie für einen tiefen Playoff-Run brauchen? Er hat in dieser Saison nur 13 Spiele bestritten und durchschnittlich 23,0 Punkte erzielt. Seine Abwesenheit hat gezeigt, wie dünn die Mavs in Bezug auf zuverlässige sekundäre Scoring- und Playmaking-Optionen sind.
**Pelicans finden ihre Flügel**
Taktische Aufschlüsselung
Die Pelicans hingegen wirken ausgeglichener. CJ McCollums Veteranenpräsenz und sein Wurf (41,4 % von der Dreipunktlinie) sind von unschätzbarem Wert. Herb Jones ist ein Defensivspezialist, und Trey Murphy III bietet dynamische Athletik und Wurf von der Bank. Sie sind ein tieferes Team, das eine schlechte Wurfquote eines ihrer Stars überstehen kann. Ihr Tempo und ihre Fähigkeit, in der Transition zu spielen, wenn Zion gesund ist, sind schwer zu übertreffen. Sie erzielen durchschnittlich 115,6 Punkte pro Spiel, etwas weniger als Dallas' 118,0, aber ihre Defensivwertung ist besser (112,5 vs. 115,1).
Ganz ehrlich: Die Mavericks sind jede Nacht ein Luka-Wunder, das darauf wartet, zu geschehen. Das ist unterhaltsam anzusehen, aber keine nachhaltige Meisterschaftsformel. Die Pelicans, mit Williamson, der endlich wie die Kraft aussieht, die er sein sollte, und einer starken Unterstützung, bauen leise etwas wirklich Gefährliches auf. Meine kühne Prognose? Bis Ende Januar werden die Pelicans eine bessere Bilanz haben als die Mavericks, und es wird nicht besonders knapp sein. Dallas, trotz all der Brillanz von Doncic, fehlt immer noch das konstante Zwei-Wege-Talent, um wirklich um den Titel zu kämpfen.
Kühne Vorhersage: Die Pelicans werden als Top-Vier-Seed in der Western Conference abschließen, während die Mavericks im Play-in-Turnier kämpfen werden.
